Schottland 2017 - Innse Gall - Äussere Hebriden


Donnerstag, 1. Juni Berlin - Bad Oeynhausen

Wolfram und Peter reisen, da die Wohnorte zu weit voneinnder entfernt liegen, getrennt zum ersten Etappenziel, Campingplatz Großer Weserbogen bei Bad Oeynhausen, an. Die Temperaturen sind sommerlich und so macht das Campen Spaß. Wolfram fährt noch zur Porta Westfalica hoch und bringt auf dem Rückweg Pizza und Rotwein mit. So lässt es sich gut schlafen.


Freitag, 2. Juni Bad Oeynhausen - Amsterdam

Die Etappe nach Amsterdam ist langweilig, 350 km Autobahn, aber anders geht es halt eben nicht. Fahren, Pause, Fahren, Tankpause, Fahren und irgendwann sind wir dann auch mal da. Die Niederländer haben die Autobahnarchitektur um Amsterdam herum völlig umgebaut und so sind unsere Navis, trotz aktuellem Kartenmaterial, öfters mal öffroad. Kurz vor dem Fähranlieger tanken wir nochmal voll und gönnen uns eine Portion holländische Pommes. Kurz nach unserer Ankunft fängt auch schon das Boarding an, schön.....müssen wir nicht so lange in der Sonne stehen. Wir sind mit die ersten die auf das Schiff kommen und so können wir uns, auf dem oberen Sonnendeck, von selbiger bescheinen lassen und uns das restliche Verladen von oben betrachten. Pünktlich legt die Fähre ab und nimmt Kurs Richtung England. Die Überfahrt verläuft, da die See glatt wie ein Ententeich ist, sehr ruhig.


Samstag, 3. Juni Amsterdam - Tyndrum

Kurz nach dem Aufstehen sehen wir schon die englische Küste, die Route verläuft, bis zur Mündung des Tyne, an ihr entlang.  Auch in Newcastle ist gutes Wetter, das bedeutet, das die Regenkombies zunächst in den Koffern bleiben können. Das Verlassen des Schiffs geht relativ schnell, die anschliessende Zollkontrolle langsamer. Die Tommies lassen jeden Motorradfahrer den Helm abnehmen und vergleichen das Gesicht mit dem Foto auf dem Personalausweis. Ausserdem wird dieser digital abgeglichen...das dauert. Doch nach ca. 45 Minuten haben wir auch diese Hürde gemeistert und sind in England. Auf altbekannter Route geht es zunächst Richtung Morpeth und von dort aus, über Otterburn und andere kleine putzige englische Ortschaften, zur Carter Bar, der englisch - schottischen Grenze. Hier machen wir unsere erste Rast. Obligatorische Fotos am Grenzstein und der ersten Hamburger auf schottischem Boden, das sind Rituale die einfach sein müssen.

Weiter geht es, auf der A 68 Richtung Edinburgh. Kurz vor der schottischen Hauptstadt verlassen wir diese Strasse um uns Richtung Nordwesten zu bewegen. Wir wollen, vorbei an Falkirk und Stirling, Richtung Trossachs um uns dort ein Nachtquartier zu suchen.

Langsam verfinstert sich der Himmel und wir ahnen Böses.....als wir eine Tankstelle in Stirling suchen, weisen uns die Navis zunächst zu 2 Supermärkten......

Dort finden wir kein Benzin, müssen aber den Eintritt unserer Befürchtungen erleben. Wir geraten in ein Gewitter und das so schnell, das wir die Regenkombis nicht mehr anziehen können. Nass bis auf die Haut finden wir jetzt war eine Tankstelle sind aber tropfnass.

Auch schottische Gewitter halten sich an die Grundsätze der Meteorologie und hören so schnell auf wie sie gekommen sind.

Weiter geht es also, auf schöner kleiner und kurvenreicher Strasse in das Land in welchem der schottische Robin Hood, Rob Roy, sein Unwesen getrieben haben soll.

Wir suchen eine Unterkunft und halten wohl an mindestens 20 B & Bs sowie kleinen Hotels an um immer wieder ein NO Vacancies zu hören.

Ein Hotelier liefert uns auch die Erklärung für den Mangel an Unterkünften, die in Fort William stattfindende Mountainbike Weltmeisterschaft hat eine Unmenge von Zuschauern angelockt und deshalb sind Zimmer Mangelware. So bleibt uns schlussendlich nur die Unterkunft auf einem Campingplatz, dem Pine Trees Leasure Park bei Tyndrum.

Beim Aufbau der Zelte machen wir gleich mit der nächsten Eigenart Schottlands Bekanntschaft, den Midges. Diese Bieser umschwärmen und zu Hunderten und wir ziehen uns Mützen und Schals an um einen Teil der Haut zu schützen. Einige Einheimische laufen mit einer Art Imkermütze herum, die kennen das schon. Zu allem Überfluss fängt nun auch der Regen wieder an und so kriechen wir, völlig bedient, in unsere Schlafsäcke. Gute Nacht, du böse Welt.


Sonntag, 4. Juni Tyndrum - Barra

Der Sonntag beginnt so, wie der Samstag endete. Leichter Regen, kein Wind und deshalb Midges. Wir ergreifen die Flucht, verzichten auf ein Frühstück im Freien und frühstücken im Dorf, gleich um die Ecke, in einem netten Cafe. Heisser Kaffee und ein kräftiges Frühstück wecken die Lebensgeister. Nach der Rückkehr auf den Campingplatz bauen wir in Rekordzeit, wegen der Midges, die Zelte ab und beladen die Motorräder. Wir fahren, immer weiter auf der A 85, Richtung Westen. Die Strasse führt an einem langgezogenen See vorbei. Wir passieren Lachawe und Kilchurn Castle. Die Bepflanzung, sowohl vor öffentlichen Gebäuden, als auch vor Privathäusern, mutet manchmal mediterran an, farbenfroh und ausladend sind die Gewächse.

In Taynuit biegen wir, endlich auf einer richrigen Single Track Road, in das Glen Lonan ein. Das Strässchen führt durch eine gottverlassene Einöde, nur hin und wieder eine Farm und endet direkt in Oban.

Hier herrscht dann plötzlich das reinste Sommerwetter. Wir besorgen uns die Fährtickets, tanken nochmal voll und bummeln kurz durch den Hafen von Oban. Die Besichtigung der Distillerie fällt, aus Zeitgründen, leider aus. Nachdem die Verladung der Motorräder erfolgt ist, machen wir es uns auf dem Sonnendeck bequem. Die Temperatur beträgt ca. 20 ° C, Hochsommer in Schottland.

Erst nachdem die letzten Inseln passiert sind, und die Fähre Kurs auf die äusseren Hebriden nimmt, kommen einige Schauer auf und der Seegang verstärkt sich, eine kleine Belastungsprobe für unsere Landrattenmägen.

Aufgrund der Wetterverhältnisse versuchen wir, direkt in Castlebay dem Hauptort von Barra, eine Unterkunft zu finden. ......aussichtslos.

Zu den ganz normalen Touristen kommen noch weitere Besucher der Insel, welche allerdings aus einem sehr traurigen Grund hier sind. Ein Opfer des Terroranschlags auf das Konzert von Ariane Grande in Manchester, ein 14jähriges Mädchen, lebte auf Barra und am Pfingstmontag sollte die Beerdigung sein. Das Leben auf Barra steht praktisch still, jeder kennt hier jeden und natürlich ist die Familie hier bekannt. Die Polizei bittet, mit öffentlichen Anschlägen, die Halbinsel Vatersay zu meiden, da dort die Beerdigung stattfindet.

Wir suchen also weiter eine Unterkunft, planen sogar notfalls irgendwo an einer Bucht zu zelten, als wir - im luxuriosen Isle of Barra Beach Hotel - das letzte Doppelzimmer erhalten. Es ist zwar teuer, aber wir haben einen fantastischen Blick auf die Bucht, entdecken sofort spielende Delfine und beschließen diesen Ereignis reichen Fahrtag mit einem Sprung ins kühle Nass zu beschliessen.

Verfolgt von den ungläubigen Blicken der anderen Hotelgäste springen wir in die Wellen, ein herrliches Vergnügen nach einem ganzen Tag in Motorradklamotten.

Den Abend beschliessen wir mit einem Bierchen und einem Whisky an der Hotelbar, bevor wir in die Betten fallen.


Montag, 5. Juni Barra - Tarbert, Harris

Der nächste Morgen, Pfingstmontag, bietet freundliches Wetter. Nach dem Frühstück beladen wir unsere Stahlpferde und machen uns auf zur Runde um die kleine Insel Barra. Die Fähre nach Eriskay verlässt den Hafen um 11.10 Uhr. Da bleibt uns genug Zeit für die Attraktion der Insel, den Flughafen Barra. Er ist, neben dem Flughafen auf Fraser Island, der einzige mit einer Landebahn auf dem Strand. Wir sitzen in der Sonne, direkt neben dem "Flugfeld", als uns plötzlich Betriebsamkeit des Personals auffällt. In aller Seelenruhe fährt ein 4x4 Feuerwehrwagen los und der Fahrer befestigt rote Windsäcke an 2 Stangen....., das bedeutet: Gleich kommt ein Flugzeug. Und tatsächlich...., in einer eleganten Kurve kommt der planmässige Flieger als Glasgow und schwebt, nicht weit über unseren Köpfen, ein um sicher auf dem Strand zu landen. Die Gischt, welche die Reifen aufwirbeln, ist deutlich zu sehen.

Danach rollt das Flugzeug zur Abfertigungshalle, skurril.

Wir machen uns auch auf um die Fähre zu erreichen und kommen dann, nach einer kurzen sonnigen Überfahrt, auf Eriskay an.

Eriskay ist eher ein Eiland als eine Insel, kaum hat man in den 5. Gang geschaltet, kommt auch schon ein Damm in Sicht. welcher nach South Uist führt.

In Uist machen wir die Erfahrung, das die Hebriden doch nicht so einsam sind, wie wir angenommen haben. South Uist macht, genau wie das sich anschließende North Uist, einen eher zersiedelten Eindruck. Die Hauptstrasse ist überwiegend 2spurig und wir haben hier keinen echten Fahrspass. Erst kurz vor dem nächsten Fährhafen, in Baile am äussersten Nordende, wird die Landschaft interessanter. leider wird auch das Wetter zeitgleich schlechter, die Wetterküche macht dem Namen mal wieder alle Ehre, es regnet wie aus Eimern.

Leider müssen wir hier 3 Stunden warten, erst dann kommt die nächste Fähre, welche uns nach Harris bringen wird. Die Wartezeit überbrücken wir, im glücklicherweise vorhandenen Wartegebäude, mit dem Zubereiten diverser Tütensuppen......immer schön wenn man alles dabei hat.

Obwohl die Fähre bereits im Hafen vor sich hin dümpelt, dürfen wir erst zur vorbestimmten Zeit einfahren, na ja was soll man dagegen machen, einfach abwarten.

Als wir in Harris von der Fähre fahren erleben wir die Hebriden so, wie wir uns sie vorgestellt haben. Relativ leer, kleine Strassen und viiieeel mehr Natur als auf Uist. Wir beschliessen uns in Tarbert ein Quartier zu suchen um dann eine Tagestour ohne Gepäck machen zu können.....wieder einfacher gesagt als getan....wir hören so oft No Vacancies, das wir es bald mitbeten können. Auf dem Weg zu einem Campingplatz versuchen wir noch eine Chance an einem B & B, ein paar KM südlich von Tarbert........und erhalten das letzte Doppelzimmer.

Wir haben einen fantastischen Blick auf das Loch Ceann Dibig, WLAN und bequeme Betten, was wollen wir mehr.


Dienstag, 6. Juni - Tourentag Lewis

Nach einem äusserst gehaltvollen Frühstück starten wir, direkt ein gepackt in die Regenkombies, zu einer Rundtour über die Insel Lewis.

Zuerst besuchen wir die Standing Stones of Callanish, ein Steinkreis welcher mehrere 1000 Jahre alt ist. Die Gegend ist auch jetzt noch dünn besiedelt, es führt ein SingleTrack dahin, wie mag es hier vor 4000 Jahre ausgesehen haben, was hat die Menschen dazu verleitet hier, in der völligen Einsamkeit, übermannshohe Monolithen aufzustellen.

Danach führt uns der Weg, nur wenige Meilen lang, zum Dail Beag, der Ruine eines sog. Broch eines Flucht und Wohnsteinturms. Gewaltige Doppelmauern mit eingebauten Trittstufen sind, auch heute noch, ein Zeugnis dafür welche Mühen die Bewohner dieses Landstrichs auf sich genommen haben um den Wetterunbillen und diebischem Gesindel, entgegenzutreten.

Die nächste Etappe bilden die Arnol Black Houses, langgestreckt und mit einer Art Reet gedeckten Häusern. Von einer Besichtigung sehen wir ab, denn bereits von aussen riecht man die - im Innern brennenden - Torffeuer....., diesen Genuss klemmen wir uns und setzen die Tour fort zum nördlichsten Punkt unserer gesamten Reise, dem Butt of Lewis.

Ein Leuchtturm mit Nebengebäuden trohnt hoch oben auf einer Felsenküste, wie man sie sich wilder nicht vorstellen kann. Es ist Ebbe und vielleicht Windstärke 4 aber bereits jetzt pfeift es hier so laut, das man sich kaum unterhalten kann. Wie mag es hier bei Flut und Sturm oder gar Orkan sein. Wahrscheinlich kann man sich nicht auf den Beinen halten.

Bestimmt 45 minuten lassen wir uns hier den Wind um die Nase wehen und fahren dann zur Hauptstadt von Harris, Stornoway gelegen an der Ostküste von Harris, ein Fährhafen welcher eine Verbindung nach Ullapool am Loch Broom unterhält.

Die Regenkombi haben wir den ganzen Tag an und auch bei der kleinen Besichtigungstour durch Stornoway ziehen wir sie nicht aus.

Auf der Rückfahrt nach Tarbert tanken wir nochmal voll und lassen den Abend gemütlich in unserem Zimmer ausklingen.


Mittwoch, 7. Juni - Tourentag Harris - Uig/Isle of Skye

Sonnenschein begrüsst uns am nächsten Morgen. Da wir das Gepäck, im Aufenthaltsraum des B & B, lagern dürfen können wir den Tourenteil auf Harris unbeschwert unter die Stollenreifen nehmen. Zuerst fahren wir zum Luskentyre Beach, eine riesige Sandfläche welche sich um eine Landzunge herum zieht. Die Sonne scheint, der Sand erscheint fast weiss und das Meer in Grün- und Blautönen, karibisch aber lausig kalt.

Danach fahren wir Richtung Süden und besuchen die kleine Kirche St. Clement in Rogdal, an der äussersten Südostspitze von Harris. Eine beeindruckende Anlage umgeben von, teilweise umgestürzten, Grabsteinen. Von dort aus führt eine kleine und supergriffige SingleTrackRoad an der Südostküste der Insel entlang. Wir machen kleine Abstecher bis direkt an die Küste und geniessen einen Kaffee in einem kleinen KunstCafé, mitten im Nichts. In der Ferne  sehen wir, aus dem Meer aufragende Kliffs, es ist die Isle of Skye.

Langsam rollen wir weiter, laden unser Gepäck auf und fahren runter an den Hafen von Tarbert. Da wir uns die Tickets bereits am Vorabend gekauft haben, können wir direkt ganz entspannt in die Verladezone rollen.

Die Fahrt mit der Fähre nach Uig/Isle of Skye ist relativ kurz. Bereits nach ca. 2 Stunden sind wir auf dem Campingplatz von Uig angekommen und schlagen unsere Zelte auf.

Das Wetter ist Spitze und wir beschließen noch eine Tour. Vorbei

am Schloß Dunvegan, dem Sitz der McLeods, erreichen wir nach 40 Meilen Neist Point. Es handelt sich hier um einen Leuchtturm welcher erst im letzten Moment, von einer Anhöhe aus, gesehen werden kann. Beeindruckende Kliffs liegen direkt daneben, es sind die, die wir am Vormittag von Harris aus gesehen haben. Eine Gegend wie aus dem Bilderbuch breitet sich um uns herum aus. Das warme Licht der bald untergehenden Sonne lässt die scharfen Felsvorsprünge sanft gerundet erscheinen....., in diesem warmen Licht fahren wir wieder zurück Richtung Campingplatz.


Donnerstag, 8. Juni - Uig - Stirling

Nach einem Frühstück im Freien bauen wir die Zelte ab. Es hat in der Nacht so stark gewindet das diese völlig trocken sind, ungewöhnlich für einen Standplatz direkt am Meer.

Wir geniessen nochmal die wunderschöne Insel Isle of Skye, tanken in Broadford nochmal voll und verlassen die Insel dann über die spektakuläre Skye Bridge, welche über den Kyle of Lochalsh führt.

Mit Blick auf die "HighlanderBurg" Eilean Donan Castle, gönnen wir uns einen Kaffee. Wir folgen der A 87 und erreichen über Invergarry schließlich Fort William am Ben Navis. Wir erreichen nun die Trossachs und......es fängt wieder an zu regnen. Das schöne Glen Coe, wir durchfahren es, während es wie aus Eimern schüttet. In Crianlarich beschliessen wir nicht mehr weiter zu fahren. Wir finden eine B & B für Wolfram und direkt daneben einen Campingplatz für den TG.

Es schifft die ganze Nacht und auch am Morgen ist es nicht besser. Dieser Tag war der schlechteste, vom Wetter her gesehen, der ganzen Tour.


Freitag, 9. Juni - Stirling - Jedburgh

Je weiter wir Richtung Süden kommen umso besser wird das Wetter. Wir haben Zeit und so suchen wir nochmal die Rosslyn Chapel auf. Bereits 2010 statteten wir dieser Kapelle einen Besuch ab, aber da war die Innenrestaurierung in vollem Gange. Jetzt ist diese abgeschlossen und der Innenraum ist eine absolute Augenweide.

Die Kunstfertigkeit der hier Beteiligten ist wirdlich aussergewöhnlich, an jeder Ecke ist etwas Neues zu entdecken.

Das Gebäude nimmt uns gefangen und so dauert der Aufenthalt etwas länger als geplant. Doch die Entfernung bis nach Jedburgh ist nicht mehr groß, deshalb lassen wir uns Zeit und geniessen.

In Jedburgh ist der Campingplatz bereits ein alter Bekannter, bereits 2010 haben wir hier unser Zelt aufgeschlagen, für den TG war es bereits der 4. Aufenthalt.

Wir ziehen bequeme Sachen an und machen uns auf den Weg nach Jedburgh, eine alte verfallene Abtei und ein ehemaliges Gefängnis besuchen wir, dann lassen wir den Abend in einer Bar ausklingen. Beim letzten Besuch war hier noch ein richtiger Pub, jetzt ist die ganze Sache doch etwas feiner, aber trotzdem interessant.


Samstag, 10. Juni Jedburgh - Newcastle

Kurz nach dem Abbau der Zelte, von Jedburg aus Richtung Süden, erfasst uns ein neues Regengebiet mit starken Windböen. Die Anfahrt zur Carter Bar, ein Höhenzug über den die schottisch-englische Grenze verläuft, ist schon schwierig, aber kaum überqueren wir die Passhöhe werden wir von schwerden Böen erfasst, na das kann ja noch was werden auf den letzten Meilen. Dazu regnet es mit fetten Tropfen. Doch auch die ekelhaftesten Meilen sind einmal vorbei und irgendwann erreichen wir Newcastle. Hier verlieren wir uns, an einem der unzähligen Kreisverkehre, aber da es nur noch ein paar Meilen bis zur Fähre sind und wir beide das Ziel im Navi haben, treffen wir uns am Check In der DFDS Fähre wieder.

Die Wartezeit überbrücken wir mit einem Kaffee und dann geht es auch schon auf in den Bauch des stählernen Ungetüms.

Kaum erreichen wir die offene See, wir das Wetter besser und wir werden mit einem grandiosen Sonnenuntergang belohnt.


Sonntag, 11. Juni Amsterdam - Berlin

Bei der Ankunft in Ijmuiden herrscht das reinste Sommerwetter, 25°C Tendenz steigend. Wir öffnen sämtliche Lüftungsschlitze der Motorrad-

sachen, ziehen die dünnen Handschuhe an und machen uns auf eine 700 km Autobahnheimfahrt. Dabei wenden wir Wolframs System an.... 100 KM fahren, Pause, 100 KM fahren, Tankpause ......, irgendwann ist ales mal vorbei und die Motorräder stehen wieder in der heimischen Garage. Bei der Alp des Tourguides verabschiedet sich, 150 KM vor Löwenberg, ein Simmerring und die Maschine verliert etwas ÖL, aber es geht noch alles gut. Um 20.00 Uhr geht zum letzten Mal auf dieser Tour der Motor aus.


Fazit: Schottland ist, und bleibt wohl auch, mein persönliches Motorrad-

           lieblingsreiseland. So viel habe ich noch nicht gesehen, die

           inneren Hebriden, das südliche Schottland und Northumberland

           ausserdem den Lake District welcher noch zu England gehört.

           Ausserdem bieten die Highlands, der Bereich nördlich des

           Loch Ness, immer wieder beeindruckende Szenerien.


Dieser Tourbericht wird noch mit einigen Bildern versehen, Wolfram und ich haben mit Helmkameras gefilmt, Wolfram wird versuchen daraus einen schönen Tourfilm zusammenzustellen.


Kleine Videoschnipsel mit Telefon gedreht.....

https://www.youtube.com/channel/UCbtFJnNpLEIZUwi117hRa9A